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Mehrwertsteuer-Rechner

Steuer auf einen Nettopreis aufschlagen oder aus einem Bruttopreis herausrechnen – beides in einem Rechner. Der Steuersatz ist frei wählbar, weil er sich je nach Land und Warengruppe unterscheidet.

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Rechenrichtung

Gebräuchliche Sätze

Dein Ergebnis

Netto

100,00 €

Brutto

119,00 €

Steuerbetrag (19,0 %)

19,00 €

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Verwendete Formel

Wichtig ist, dass die beiden Richtungen nicht symmetrisch sind:

Netto → Brutto: Brutto = Netto × (1 + Satz ÷ 100)

Brutto → Netto: Netto = Brutto ÷ (1 + Satz ÷ 100)

Steuerbetrag = Brutto − Netto

Beim Herausrechnen wird geteilt, nicht der Prozentsatz abgezogen. Das ist der häufigste Fehler in der Praxis: Von 119 € einfach 19 Prozent abzuziehen ergibt 96,39 € – falsch. Richtig sind 119 ÷ 1,19 = 100 €.

Der Grund ist der Bezugswert. Die 19 Prozent beziehen sich auf den Nettobetrag, nicht auf den Bruttobetrag. Im Bruttopreis machen sie deshalb nur rund 15,97 Prozent aus.

Rechenbeispiel

Eine Handwerkerrechnung weist 1.190 € brutto aus. Wie viel davon ist Steuer?

  1. Netto: 1.190 ÷ 1,19 = 1.000 €
  2. Steuer: 1.190 − 1.000 = 190 €

Umgekehrt: Ein Angebot lautet auf 2.500 € netto. Mit 19 Prozent Umsatzsteuer sind das 2.500 × 1,19 = 2.975 € brutto, die Steuer beträgt 475 €.

Und mit dem Schweizer Normalsatz von 8,1 Prozent: 1.000 € netto ergeben 1.081 € brutto. Umgekehrt sind 1.081 € brutto wieder genau 1.000 € netto – der Rechner ist in beide Richtungen umkehrbar.

Was das Ergebnis bedeutet

Für Privatpersonen ist der Bruttobetrag der Preis, den man zahlt. Die Aufteilung interessiert höchstens, um Angebote zu vergleichen, bei denen eines netto und eines brutto ausgewiesen ist.

Für Unternehmen ist der Nettobetrag die relevante Grösse: Wer vorsteuerabzugsberechtigt ist, bekommt die gezahlte Steuer vom Finanzamt zurück. Der Bruttobetrag ist dann nur ein durchlaufender Posten. Genau deshalb werden Preise im Geschäftsverkehr netto genannt und im Handel mit Privatkunden brutto.

Welcher Satz gilt, hängt vom Land und von der Ware oder Leistung ab. Für Lebensmittel, Bücher und den öffentlichen Nahverkehr gelten vielerorts ermässigte Sätze, manche Leistungen sind ganz befreit. Der Rechner gibt bewusst keinen Satz vor – die Schnellauswahl nennt nur gebräuchliche Werte als Ausgangspunkt.

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Grenzen dieser Berechnung

  • Der Rechner weiss nicht, welcher Satz für dich gilt. Steuersätze werden vom Gesetzgeber festgelegt, unterscheiden sich nach Land und Warengruppe und ändern sich. Welcher Satz auf einen konkreten Vorgang anzuwenden ist, muss im Einzelfall geklärt werden.
  • Keine Steuerberatung. Sonderfälle wie Kleinunternehmerregelung, Reverse-Charge bei grenzüberschreitenden Leistungen, innergemeinschaftliche Lieferungen oder Differenzbesteuerung bildet der Rechner nicht ab.
  • Rundung auf zwei Nachkommastellen. Bei einer Rechnung mit vielen Positionen kann die Summe der einzeln gerundeten Steuerbeträge um wenige Cent von der Steuer auf die Gesamtsumme abweichen. Welche Methode gilt, regeln die jeweiligen steuerlichen Vorschriften.

Häufige Fragen

Heisst es Mehrwertsteuer oder Umsatzsteuer?

Gemeint ist dasselbe. „Umsatzsteuer“ ist der amtliche Begriff im deutschen Gesetz, „Mehrwertsteuer“ die im Alltag gebräuchliche Bezeichnung – und in der Schweiz auch die offizielle. Auf Rechnungen findest du beide Schreibweisen, oft abgekürzt als USt. oder MwSt.

Wie viel Prozent des Bruttopreises sind die Steuer?

Bei 19 Prozent Steuersatz sind es rund 15,97 Prozent des Bruttopreises, bei 7 Prozent rund 6,54 Prozent. Der Grund ist der unterschiedliche Bezugswert: Der Steuersatz bezieht sich immer auf netto, nicht auf brutto.

Warum darf ich nicht einfach 19 Prozent abziehen?

Weil sich die 19 Prozent auf den Nettobetrag beziehen, den du ja gerade erst suchst. Ziehst du sie vom Bruttobetrag ab, rechnest du mit dem falschen Bezugswert. Bei 119 € ergäbe das 96,39 € statt der korrekten 100 € – ein Fehler von über 3 Euro.

Kann ich damit auch andere Länder rechnen?

Ja, der Steuersatz ist frei eingebbar, auch mit Nachkommastellen. Die Schnellauswahl enthält gebräuchliche Sätze für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Für andere Länder trägst du den Satz einfach selbst ein.

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