Quellen und Methoden
Hier steht an einer Stelle, welche Formel in welchem Rechner steckt, woher sie kommt und wie wir mit ihren Grenzen umgehen.
Welche Formel steckt wo?
| Rechner | Verwendete Grundlage |
|---|---|
| Kalorienbedarf | Mifflin-St Jeor (1990), PAL-Faktoren 1,2 bis 1,9 |
| BMI | Quetelet-Index, Klassifikation nach WHO |
| Idealgewicht | Broca, Devine, Robinson, Miller, Hamwi + BMI-Normalbereich |
| Kaloriendefizit | 7.700 kcal je kg Körperfett (Wishnofsky 1958) |
| Proteinbedarf | 0,8 g/kg (DGE) bis 2,2 g/kg (ISSN Position Stand 2017) |
| Wasserbedarf | 30–42 ml/kg als Faustregel, EFSA-Referenzwerte zum Vergleich |
| Kalorienverbrauch | MET × 3,5 × kg ÷ 200 (Compendium of Physical Activities 2011) |
| Makronährstoffe | Eiweiss je kg, Fett 25–30 %, Rest Kohlenhydrate; AMDR als Rahmen |
Wie wir Quellen auswählen
Wir nennen für jede Formel die Veröffentlichung, in der sie ursprünglich beschrieben wurde – nicht eine beliebige Website, die sie zitiert. Wo eine Formel keinen einzelnen Ursprung hat, sondern eine eingebürgerte Faustregel ist, schreiben wir das ausdrücklich dazu. Das betrifft zum Beispiel die 30-Milliliter-Regel beim Wasserbedarf.
Wir erfinden keine Quellen und geben keine Studien an, die eine Aussage nicht wirklich stützen. Wenn wir für eine Behauptung keinen Beleg haben, formulieren wir sie entsprechend vorsichtig oder lassen sie weg.
Wie wir mit Genauigkeit umgehen
Alle Rechner auf dieser Website sind Schätzverfahren. Sie beruhen auf Regressionsgleichungen, die aus Messungen an Personengruppen abgeleitet wurden. Für die einzelne Person heisst das: Das Ergebnis liegt irgendwo in einem Bereich um den wahren Wert herum, nicht exakt darauf.
Daraus folgen drei Entscheidungen, die du überall wiederfindest:
- Spannen statt Punktwerte, wo die Datenlage keine Genauigkeit hergibt – etwa beim Protein- und Wasserbedarf.
- Ein eigener Abschnitt „Grenzen“ auf jeder Rechnerseite, in dem steht, was die Formel nicht kann und für wen sie nicht gilt.
- Warnungen bei kritischen Eingaben, zum Beispiel wenn ein Kaloriendefizit zu einer Zufuhr unterhalb sinnvoller Grenzen führen würde.
Technische Umsetzung
Die Rechenlogik ist vollständig von der Benutzeroberfläche getrennt und durch automatisierte Tests abgesichert. Getestet werden neben den Normalfällen vor allem die Randbereiche: leere Eingaben, Text statt Zahlen, negative Werte, Null und unrealistisch grosse Zahlen. Eine Division durch null kann in keinem Rechner auftreten – solche Fälle liefern ein klar gekennzeichnetes „kein Ergebnis“ statt einer fehlerhaften Zahl.
Sämtliche Berechnungen laufen in deinem Browser. Es werden keine Eingaben an einen Server übertragen.
Korrekturen
Wenn du einen Rechenfehler oder eine falsche Quellenangabe findest, melde sie uns bitte über die Kontaktseite. Wir prüfen jede Meldung und korrigieren nachweisbare Fehler.
Vollständiges Quellenverzeichnis
- [1]Mifflin MD, St Jeor ST, Hill LA, Scott BJ, Daugherty SA, Koh YO (1990): A new predictive equation for resting energy expenditure in healthy individuals. The American Journal of Clinical Nutrition 51(2), 241–247. https://doi.org/10.1093/ajcn/51.2.241
- [2]Weltgesundheitsorganisation (WHO): Obesity and overweight – Fact sheet. WHO, Genf. https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/obesity-and-overweight
- [3]Ainsworth BE, Haskell WL, Herrmann SD et al. (2011): 2011 Compendium of Physical Activities: a second update of codes and MET values. Medicine & Science in Sports & Exercise 43(8), 1575–1581. https://doi.org/10.1249/MSS.0b013e31821ece12
- [4]Jäger R, Kerksick CM, Campbell BI et al. (2017): International Society of Sports Nutrition Position Stand: protein and exercise. Journal of the International Society of Sports Nutrition 14, 20. https://doi.org/10.1186/s12970-017-0177-8
- [5]Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. DGE, Bonn. https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/
- [6]EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (2010): Scientific Opinion on Dietary Reference Values for water. EFSA Journal 8(3), 1459. https://doi.org/10.2903/j.efsa.2010.1459
- [7]Devine BJ (1974): Gentamicin therapy. Drug Intelligence & Clinical Pharmacy 8(11), 650–655.
- [8]Robinson JD, Lupkiewicz SM, Palenik L et al. (1983): Determination of ideal body weight for drug dosage calculations. American Journal of Hospital Pharmacy 40(6), 1016–1019.
- [9]Miller DR, Carlson JD, Loyd BJ, Day BJ (1983): Determining ideal body weight (Letter). American Journal of Hospital Pharmacy 40(10), 1622.
- [10]Hamwi GJ (1964): Therapy: changing dietary concepts. In: Danowski TS (Hrsg.), Diabetes Mellitus: Diagnosis and Treatment, American Diabetes Association.
- [11]Wishnofsky M (1958): Caloric equivalents of gained or lost weight. The American Journal of Clinical Nutrition 6(5), 542–546. https://doi.org/10.1093/ajcn/6.5.542
- [12]Hall KD, Sacks G, Chandramohan D et al. (2011): Quantification of the effect of energy imbalance on bodyweight. The Lancet 378(9793), 826–837. https://doi.org/10.1016/S0140-6736(11)60812-X
- [13]Institute of Medicine (2005): Dietary Reference Intakes for Energy, Carbohydrate, Fiber, Fat, Fatty Acids, Cholesterol, Protein, and Amino Acids. The National Academies Press, Washington DC. https://doi.org/10.17226/10490
Keine Garantie auf Richtigkeit
Wir arbeiten sorgfältig, können aber nicht garantieren, dass alle Angaben auf Rechnerliste jederzeit fehlerfrei und auf dem neuesten Stand der Forschung sind. Empfehlungen im Ernährungsbereich ändern sich, und auch etablierte Formeln werden weiterentwickelt.