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Zinseszinsrechner

Zinseszins bedeutet, dass auch bereits gutgeschriebene Zinsen wieder verzinst werden. In den ersten Jahren fällt das kaum auf, nach zwanzig Jahren macht es den grössten Teil des Ergebnisses aus. Dieser Rechner zeigt dir beides getrennt: was du eingezahlt hast und was die Zinsen daraus gemacht haben.

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Zinsgutschrift und Einzahlung

Dein Ergebnis

Endkapital

33.146,17 €

Davon eingezahlt

14.000,00 €

Davon Zinsertrag

19.146,17 €

entspricht 136,8 % der Einzahlungen

Entwicklung über die Jahre

Kapital, Einzahlungen und Zinsen je Jahr
JahrEingezahltZinsenKapital
110.20050010.700
210.4001.03511.435
310.6001.60712.207
410.8002.21713.017
511.0002.86813.868
611.2003.56114.761
711.4004.29915.699
811.6005.08416.684
911.8005.91917.719
1012.0006.80518.805
1112.2007.74519.945
1212.4008.74221.142
1312.6009.79922.399
1412.80010.91923.719
1513.00012.10525.105
1613.20013.36026.560
1713.40014.68828.088
1813.60016.09329.693
1913.80017.57731.377
2014.00019.14633.146

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Verwendete Formel

Der Rechner kombiniert zwei Formeln.

Einmalanlage – das Startkapital wächst mit jedem Jahr um den Zinsfaktor:

Endkapital = Startkapital × (1 + p)ⁿ

Regelmässige Einzahlung – jede Rate verzinst sich unterschiedlich lange, je nachdem, wann sie eingezahlt wurde. Die Summe darüber ergibt die Rentenformel:

Endkapital = Rate × ((1 + p)ⁿ − 1) ÷ p

Dabei ist p der Zinssatz je Periode und n die Anzahl der Perioden. Bei monatlicher Verzinsung wird der Jahreszins durch zwölf geteilt und die Periodenzahl mit zwölf multipliziert. Der Rechner geht von nachschüssigen Raten aus – die Einzahlung erfolgt also jeweils am Ende der Periode.

Rechenbeispiel

10.000 € Startkapital, 200 € monatlich, 5 Prozent Zins, 20 Jahre, monatliche Verzinsung.

  1. Zins je Monat: 5 % ÷ 12 = 0,4167 %
  2. Perioden: 20 × 12 = 240
  3. Startkapital wächst auf: 10.000 × 1,0041667²⁴⁰ ≈ 27.126 €
  4. Sparplan ergibt: 200 × (1,0041667²⁴⁰ − 1) ÷ 0,0041667 ≈ 82.207 €
  5. Zusammen: rund 109.333 €

Eingezahlt hast du in diesen 20 Jahren 10.000 € plus 48.000 €, also 58.000 €. Der Rest – über 51.000 € – stammt aus Zinsen und Zinseszinsen. Bemerkenswert ist die Verteilung über die Zeit: In den ersten fünf Jahren kommen davon nur etwa 6.000 € zusammen, in den letzten fünf Jahren über 21.000 €.

Was das Ergebnis bedeutet

Die entscheidende Grösse beim Zinseszins ist nicht der Zinssatz, sondern die Zeit. Der Effekt wächst exponentiell, und exponentielles Wachstum entfaltet sich fast vollständig am Ende des Zeitraums. Wer zehn Jahre früher anfängt, kommt oft weiter als jemand, der doppelt so viel einzahlt, aber später beginnt.

Eine praktische Faustregel für den Kopf ist die 72er-Regel: Teile 72 durch den Zinssatz, und du erhältst ungefähr die Anzahl Jahre bis zur Verdopplung. Bei 6 Prozent sind das 12 Jahre, bei 3 Prozent 24 Jahre. Das ist eine Näherung, aber für eine schnelle Einordnung genau genug.

Der Rechner ist bewusst zinssatz-neutral. Welche Rendite realistisch ist, hängt von der Anlageform ab und lässt sich nicht vorhersagen – wir geben deshalb keinen Wert vor und behaupten keinen. Wer mehrere Szenarien vergleichen will, rechnet die Sache am besten mit einem vorsichtigen und einem optimistischen Wert durch.

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Grenzen dieser Berechnung

  • Ein konstanter Zinssatz ist eine Modellannahme. Weder Sparzinsen noch Wertpapierrenditen verlaufen gleichmässig. Bei Aktien und Fonds schwankt der Wert erheblich, auch über mehrere Jahre hinweg.
  • Steuern fehlen. Kapitalerträge werden je nach Land unterschiedlich besteuert. In Deutschland fällt Abgeltungsteuer an, in der Schweiz gelten andere Regeln. Beides schmälert das Ergebnis, ist hier aber nicht eingerechnet.
  • Kosten fehlen ebenfalls. Depotgebühren, Ausgabeaufschläge und laufende Fondskosten schmälern die Rendite. Ein Prozent jährliche Kosten kostet über zwanzig Jahre einen erheblichen Teil des Endkapitals.
  • Inflation ist nicht berücksichtigt. Das Endkapital ist ein nominaler Betrag. Was er in heutiger Kaufkraft wert wäre, zeigt er nicht.
  • Die Rate bleibt konstant. Erhöhungen der Sparrate oder Entnahmen zwischendurch bildet der Rechner nicht ab.

Häufige Fragen

Warum ist monatliche Verzinsung besser als jährliche?

Weil die Zinsen früher gutgeschrieben werden und dadurch selbst länger Zinsen erwirtschaften. Bei 6 Prozent auf 10.000 € über 10 Jahre ergibt jährliche Verzinsung rund 17.908 €, monatliche rund 18.194 € – etwa 286 € Unterschied. Je höher der Zinssatz, desto grösser der Effekt.

Was bedeutet nachschüssig?

Dass die Einzahlung am Ende jeder Periode erfolgt und deshalb in dieser Periode noch keine Zinsen bringt. Bei vorschüssiger Zahlung – also am Anfang der Periode – fällt das Ergebnis etwas höher aus. Der Unterschied entspricht ungefähr einer zusätzlichen Periode Verzinsung auf die Rate.

Kann ich damit einen ETF-Sparplan rechnen?

Für eine grobe Vorstellung ja, mit einer wichtigen Einschränkung: Ein ETF liefert keinen festen Zinssatz, sondern eine schwankende Rendite. Der Rechner zeigt, was bei einer durchschnittlichen Rendite herauskäme – nicht, wie der Verlauf tatsächlich aussieht. In der Realität gibt es Jahre mit deutlichen Verlusten.

Was passiert bei einem negativen Zinssatz?

Der Rechner verarbeitet auch negative Werte. Das Kapital schrumpft dann rechnerisch – das ist kein Fehler, sondern genau der Effekt, den Verwahrentgelte auf Guthaben haben.

Wie berücksichtige ich die Inflation?

Ein gängiger Weg ist, mit der realen statt der nominalen Rendite zu rechnen: Zinssatz minus Inflationsrate. Bei 5 Prozent Rendite und 2 Prozent Inflation gibst du also 3 Prozent ein. Das Ergebnis entspricht dann ungefähr der heutigen Kaufkraft.

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